Freitag, 23. September 2016

Artenbeschreibungen Europa: Die Ringelnatter

 Die Ringelnatter

( Natrix natrix )




Die Ringelnatter hat einen eher kräftigen Körperbau. Sie ist weit weniger als die beiden anderen europäischen Wassernattern an das Leben in unmittelbarer Gewässernähe angepasst. Sie ist schnell in ihren Bewegungen und eine geschickte Jägerin von Fischen, Amphibien und seltener auch kleinen Nagetieren. Im Schlangenhäuschen finden sich folgende Unterarten: N.n.natrix, N.n.helvetica, N.n.scutata, N.n.persa, N.n.megalocephala u. N.n.schweizeri.

 
Vorkommen:  Großes Verbreitungsgebiet von ganz Europa bis über weite Teile Asiens.



Größe: 80- 140cm, Männchen sind deutlich kleiner und zarter wie die Weibchen.

Lebensraum: Ringelnattern leben oft in Gewässernähe aber auch an weit von offenen Wasseflächen entfernten Stellen. So findet man sie auch in verwilderten Gärten, auf Wiesen und an Feldrändern.



Nahrung: Ringelnattern lassen sich im Terrarium leicht mit Fischen und jungen Nagern ernähren.

Zucht: Ringelnattern lassen sich leicht nachzüchten, vorausgesetzt sie erhalten eine kalte und lange Winterruhe. Weibchen legen bis zu 30 Eier in einem Gelege ab. Nach ca. 1,5 Monaten schlüpfen die Jungen, die eine Länge von etwa 20 cm haben. Die Aufzucht mit Fischstücken macht meist keine großen Probleme. Die Art in ebenfalls nach Bundesartenschutzverordnung geschützt.

 













Artenbeschreibungen Europa: Die Würfelnatter

 Die Würfelnatter

( Natrix tesselata )

 

Die Würfelnatter ist von schlankem Körperbau. Auffällig sind die bei Wassernattern typisch weit oben am Kopf sitzenden Augen, die es ermöglichen, im Wasser liegend das Ufer beobachten zu können. 
Die Würfelnatter ist eng mit der Vipernatter verwandt und benötigt ganz ähnliche Lebensbedingungen. Deshalb wird hier nur auf die Unterschiede zu Natrix maura eingegangen. Alles bei N.maura Erwähnte hat auch bei N.tesselata Gültigkeit.






Vorkommen:  Großes Verbreitungsgebiet von Südosteuropa bis über weite Teile Asiens. Die Art kommt in Restpopulationen und wiederangesiedelt auch an wenigen Stellen in Deutschland vor.





Größe: 80 - 100cm, in Ausnahmefällen bis 130cm, Männchen i.d.R. kleiner und zarter.

Lebensraum: Würfelnattern sind noch stärker an das Leben im und am Wasser angepasst. Sie sind in der Lage lange und gut zu tauchen und unter Wasser hervorragend zu jagen. Kleine Fische fressen sie auch unter Wasser, größere tragen sie ans Ufer um sie dort zu verschlingen.






Nahrung: Würfelnattern sind Fischfresser, die durchaus ausschließlich mit Fisch ernährt werden können. Meine Erfahrungen mit dem Verfüttern von Babymäusen sind eher problematisch. Eins meiner Tiere bekam nach dem Fressen einer Babymaus Schwierigkeiten mit der Verdauung und starb nach einiger Zeit an einer Verdickung im Darmbereich. Allerdings ließ sich nicht feststellen, ob die Nahrung dafür der Auslöser war. Seitdem verfüttere ich meinen Würfelnattern nur noch Fisch, den ich regelmäßig mit Vitaminen und Spurenelementen versehe. Seitdem habe ich keine Probleme mehr.

Zucht: Junge Würfelnattern sind etwas schüchterner wie Vipernattern und brauchen oft etwas länger um ans Futter zu gehen. Manche müssen auch erst mit lebenden Fischen angefüttert werden, um dann später auf tote Nahrung umgewöhnt zu werden. 
Dennoch können auch Würfelnattern als Anfängertiere gelten. Sie leben jedoch etwas zurückgezogener.Auch sie sind durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt und meldepflichig.





















Artenbeschreibungen Europa: Die Vipernatter


 Die Vipernatter

( Natrix maura )


Die Vipernatter hat einen  eher kräftigen, leicht gedrungenen Körperbau und ähnelt damit etwas dem Erscheinungsbild einer Viper. Die Muster und Farben von N. maura sind sehr variabel, so das fast kein Tier einem anderen gleicht.




 Vorkommen: Südeuropa, vornehmlich Iberische Halbinsel bis Nordafrika






 Größe: bis zu 80 cm, in der Regel aber nur um die 60 cm, wobei die Männchen meist deutlich kleiner bleiben als die Weibchen.



Jungtiere von 2014


 Lebensaum: Uferbereiche hauptsächlich langsam fließender oder stehender Gewässer mit reichem Fischbestand. Vipernattern sind stark ans Wasserleben angepasste Schlangen, die oft und ausgiebig tauchen und unter Wasser jagen.





Haltung: Das Terrarium muss nicht sehr groß sein. Ich halte meine Zuchtgruppe auf einer Grundfläche von 80x80cm bei einer Terrariumhöhe von 60cm. Die Tiere erfreuen sich bester Gesundheit und vermehren sich regelmäßig. Das Becken ist mit erhöhten Liegeflächen und Kletterästen ausgestattet, was dem Bewegungsdrang der Tiere entgegenkommt. Ausreichend große und zahlreiche Verstecke unter flach aufliegenden Schieferplatten und Rindenstücken sowie ein großes Wasserbecken vervollständigen die Einrichtung.
Ich halte meine Tiere bei Temperaturen von 20-28°C am Tage, wobei die Werte jahreszeitenbedingt auch etwas schwanken können. Nachts sind alle Wärmequellen ausgeschaltet. Alle meine Terrarien sind mit einer Wetbox ausgestattet. Dies ist eine Kunststoffdose, die mit feuchtem Moos gefüllt ist. Im Deckel befindet sich ein Loch, durch das die Schlangen Zugang zum Inneren haben. Oft, insbesondere vor der Häutung halten sich die Tiere dort auf, auch zur Eiablage wird die Box regelmäßig und verlässlich genutzt. Das erübrigt das Suchen nach Gelegen und verhindert ein Austrocknen der Eier, wenn sie nicht rechtzeitig gefunden werden.






Verhalten: Vipernattern sind friedfertige Tiere, die nicht zum Beißen neigen. Ihr Abwehrverhalten ähnelt dem von Vipern, sie zischen und winden sich, wenn sie sich bedrängt fühlen und suchen dann ihr Heil in der Flucht. Noch nie bin ich von meinen Vipernattern gebissen worden. Wenn man sie in die Hand nimmt, sondern sie ein unangenehm riechendes Sekret aus ihren Postanaldrüsen ab, das sehr stark anhaftet. Ein Verhalten, das für alle Wassernattern gilt. Aufgrund ihrer geringen Größe hält sich der Geruch aber in vertretbaren Grenzen.
Vipernattern sind sehr interessante Schlangen, die tagaktiv sind und mit der Zeit recht zutraulich werden. Sie haben dann einen durchaus neugierigen Charakter und sind viel im Terrarium unterwegs. So gibt es immer etwas zu sehen.





Zucht: Die Zucht gelingt mehr oder weniger von selbst. Vorraussetzung dafür ist allerdings eine ausreichende Winterruhe. Ich überwintere meine Tiere von etwa Ende Oktober bis Mitte Februar bei ca. 10-12 °C im Terrarium. Dazu sorge ich dafür, das die Wetbox ausreichend feucht bleibt und immer Frischwasser zum Trinken zur Verfügung steht. Während der Hibernation (Winterruhe) sind die Tiere versteckt und fast nie zu sehen. Nach Beendigung der Winterruhe schreiten die Tiere meist zügig zur Paarung, die natterntypisch verläuft.
Das Männchen verfolgt die Duftspur des Weibchens und überkriecht dabei das weibliche Tier mehrmals. Dabei reibt es den eigenen Körper an dem des Weibchens und versucht seinen Hemipenis in die Kloake des Weibchens einzuführen. Dabei umringeln sich oft die Schwänze der Tiere korkenzieherartig. Kommt es zur Kopulation, beginnt das Männchen mit pumpenden Bewegungen und überträgt dabei das Sperma auf das Weibchen.
Die Eiablage erfolgt je nach Klima ca. 1 Monat später. Etwa 40 Tage nach der Eiablage beginnt der Schlupf der Jungtiere. Diese Zeitangaben sind nur grobe Richtlinien, da es sehr auf die Inkubationstemperatur ankommt, wie lang die Entwicklung dauert. 
Ich verwende zur Inkubation keinen Inkubator, wie dies immer wieder empfohlen wird, sondern belasse die Eier in der Wetbox. Um zu verhindern, das die Elterntiere das Gelege durchwühlen, wechsle ich den gelochten Deckel gegen einen geschlossenen aus. Dadurch verbleibt die komplette Feuchtigkeit in der Box und die Eier sind geschützt. Das Moos bewirkt, das die Eier in einem sauren Milieu gezeitigt werden, was wiederum für eine keimreduzierte Atmosphäre sorgt. So untergebracht belasse ich die Box im Terrarium und verändere lediglich den Standort zum Wärmespot so, das Spitzentemperaturen über 30° und Tiefstwerte am Tage unter 20° vermieden werden. Nachts sind alle Wärmequellen ausgeschaltet. Dadurch differiert die Inkubationstemperatur im zeitlichen Verlauf erheblich, was jedoch bei mir dazu geführt hat, das die Schlüpflinge ausgesprochen kräftig sind und von einem großen Lebenswillen getrieben ihre Umgebung aktiv erkunden. Sie machen auf mich einfach einen vitaleren Eindruck als Tiere aus Inkubatoren. Es bedarf jedoch erheblich mehr Geduld, denn die Zeitigung nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch.   
Die Neugeborenen häuten sich meist innerhalb der ersten 10 Tage und nehmen danach meist selbstständig Stintstücke an. Diese biete ich in einer kleinen Schale mit etwas Wasser an. Nachdem die Tiere mehrere Male gefressen haben, mische ich kleine Stückchen von Babymäusen unter. So gewöhnen sich die Jungtiere schon früh an diese Nahrung und wachsen zügig heran.
Die weitere Aufzucht ist absolut unproblematisch. 
Vipernattern sind dem Anfänger auf grund der leichten Haltbarkeit und des interessanten aktiven Verhaltens sehr zu empfehlen.
In Deutschland sind Vipernattern durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt und damit meldepflichtig.



































































Mittwoch, 31. August 2016

Abzugeben im Oktober

Im Monat Oktober werden wieder einige Tiere abgegeben. Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Unzuverlässigkeiten seitens der potentiellen Käufer kam, habe ich mich zu folgender Regelung entschlossen.
Bei ernsthaftem Interesse wird das betreffende Tier für eine Woche reserviert. Während dieser Zeit hat der Käufer die Möglichkeit, eine Anzahlung in Höhe von 50% des Gesamtpreises anzuzahlen. Erfolgt innerhalb dieser Zeit die Anzahlung nicht, wird das Tier an den nächsten Interessenten weitergegeben. Nach Eingang der Anzahlung wird das Tier bis zum vereinbarten Übergabetermin reserviert. Sollte der Käufer zur Übergabe nicht erscheinen oder das Tier doch nicht haben wollen, wird das Tier ebenfalls an den nächsten Interessenten weitergegeben und die erfolgte Anzahlung als Aufwandsentschädigung einbehalten.
Ich bin kein Freund solcher Regelungen, aber um für die Tiere unnötigen Stress zu vermeiden, erscheint es mir notwendig, Vereinbarungen verbindlicher zu gestalten. Ich hoffe, alle ernsthaften Interessenten haben dafür Verständnis und alle, die sich nur die Zeit vertreiben möchten, versuchen es in Zukunft mit Gesellschaftsspielen o.ä.
Für alle Einsteiger in die Schlangenhaltung bin ich natürlich gerne bereit, Informationen zu geben und damit zur richtigen Kaufentscheidung beizutragen.
Alle meine Tiere sind behördlich gemeldet werden natürlich mit den entsprechend benötigten Papieren abgegeben.

Abgabetiere im Oktober 2016 sind:



Rhinechis scalaris (Treppennatter), Herkunft Andalusien, silbergrau 

  NZ 2016 / 1,2   ....................................................Stk. 50,00 €  

 

 

Rhinechis scalaris (Treppennatter), Herkunft Menorca, beige 

  NZ 2016 / 1,1  (Verkauft) ......................................Stk. 40,00 €

 

Größe: 120-150 cm

Lebensraum:  Straßenränder, Ödland, Legesteinmauern, Olivenhaine

Verhalten:  Vornehmlich tagaktiv, bodenbewohnend, scheue, schnelle und aggressive Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Reptilien, Vögel und deren Eier.

Haltung:  Terrarium (130x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 22-30°C.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.  

Treppennattern sind leicht haltbare aber recht ungestüme Schlangen, die man am besten viel in Ruhe lassen sollte. Sie werden in einem recht geräumigen Trockenterrarium gehalten und benötigen ausreichende flache Versteckplätze. Gern graben diese Schlangen im Erdboden. Wer schon etwas Erfahrung mit schnellen und bissigen Arten gesammelt hat, dem werden Treppennattern sicher sehr gefallen. Es sind Tiere mit Charakter. 

 

  

Natrix maura (Vipernatter), Herkunft Spanien 

  NZ 2016 / 0,0,4   ......................................................Stk. 25,00 €  

Größe: 60-80cm

Lebensraum: Verschiedene stehende und langsam fließende Gewässer und deren Ufer.

Verhalten:   Hauptsächlich tagaktiv, bodenbewohnend, friedliche, nicht scheue Art, die wie alle Wassernattern aus ihren Postanaldrüsen bei Bedrohung ein stinkendes Sekret absondert.

Nahrung:  Fische, Amphibien und gelegentlich neugeborene Mäuse.

Haltung:  Terrarium (80x50x50cm) mit größerem Wasserbehältnis, ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 20-28°C.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.  

Vipernattern sind ideale Anfängerschlangen, die durch ihr besonders aktives und zutrauliches Verhalten auffallen. Sie sind einfach zu halten und machen viel Freude. 

 

 

Elaphe climacophora (Inselkletternatter), Herkunft Iwakuni (Albino)

NZ 2016 / 0,0,3   (verkauft)....................................Stk. 160,00 € 

Größe:  180-230cm

Lebensraum: Waldränder, landwirtschaftl. Flächen, oft in Gewässernähe.

Verhalten:  Tagaktiv, baum- und bodenbewohnend, relativ friedliche Art. 

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und Amphibien.

Haltung:  Trockenterrarium (130x80x90cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletteräste und Wetbox bei 20-28°C. Hin und wieder sollte gesprüht werden.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.

Inselkletternattern sind leicht haltbare und recht zutrauliche Tiere, die vorwiegend am Tage unterwegs sind und deshalb viele schöne und spannende Beobachtungen garantieren. Hin und wieder legen manche Tiere im Sommer Fresspausen von einigen Wochen ein. 

 

 

Pituophis melanoleucus (Nördl. Kiefernatter)

NZ 2016 / 0,1...................................................... 50,00 € 

Größe: 180-250cm

Lebensraum:  Kiefernwälder

Verhalten:  Tag- und Dämmerungsaktiv, bodenbewohnend, friedliche, nicht scheue Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und deren Eier.

Haltung:  Terrarium (160x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 22-28°C.  

Überwinterung:  3-4Monate bei 8-10°C. 

Kiefernattern sind friedliche aber dennoch aktive kräftige Tiere, die entsprechenden Platzbedarf haben. Sie sind überhaupt nicht scheu sondern interessieren sich sehr für ihre Umgebung. Eine gute Schlange für den ambitionierten Anfänger.

 

 

Hemorrhois hippocrepis (Hufeisennatter), Herkunft Andalusien

NZ 2016 / 0,0,4 (Verkauft)  ..........................................Stk. 80,00 €  

 

 

Größe: 150-180cm

Lebensraum:  Legesteinmauern, Feld- und Straßenränder, Ödland

Verhalten:   Hauptsächlich tagaktiv, vorwiegend bodenbewohnend, schnelle und aggressive Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und Reptilien.

Haltung:  Trockenterrarium (140x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletteräste und Wetbox bei 22-30°C.  

Überwinterung:  2-3 Monate bei 10-12°C. Für Tiere aus Nordafrika ca. 6 Wochen bei 15-18°C.

Als ehemals zur Gattung der Zonnattern zugehörig sind Hufeisennattern sehr schnelle und reaktionsreiche Tiere, die in die Enge getrieben auch leicht reizbar reagieren. Man sollte sie möglichst wenig stören, dann gedeihen sie am besten. Beim Hantieren beißen sie meistens, also sind Handschuhe zu empfehlen. Hufeisennattern sind manchmal etwas heikel was die Überwinterung angeht. Deshalb sollten sich nur Terrarianer mit Erfahrung mit dieser Art beschäftigen. 

 

 

Hemorrhois ravergieri (Ravergieris Zornnatter) , Herkunft Armenien

Adult / 0,1   (Verkauft)......................................Stk. 100,00 €  

 

 

 

 

 

 

 

 

Größe: 120-150 cm

Lebensraum:  Geröllfelder, Feld- und Straßenränder, Ödland

Verhalten:   Hauptsächlich tagaktiv, vorwiegend bodenbewohnend, schnelle und aggressive Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und Reptilien.

Haltung:  Trockenterrarium (130x60x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletteräste und Wetbox bei 22-30°C.  

Überwinterung:  4-5 Monate bei 2-6°C!! Dieses Tier stammt aus dem armenischen Hochland und benötigt eine sehr kalte und recht lange Überwinterung unter trockenen Bedingungen.

Als ehemals zur Gattung der Zonnattern zugehörig sind diese Schlangen sehr schnelle und reaktionsreiche Tiere, die in die Enge getrieben auch leicht reizbar reagieren. Man sollte sie möglichst wenig stören, dann gedeihen sie am besten. Beim Hantieren beißen sie meistens, also sind Handschuhe zu empfehlen. Es sind bei Bissunfällen schon leichte Vergiftungen aufgetreten, obwohl es sich nicht um Trugnattern handelt. Die Art scheint stark entwickelte Duvernoysche Drüsen zu haben, die einen giftigen Speichel produzieren. Deshalb ist beim Hantieren Vorsicht geboten. 

 

 

Hierophis viridiflavus (Gelbgrüne Zornnatter) , Herkunft Neapel, Italien

Adult / 1,0 NZ 2010  (Verkauft)................................................ 300,00 € 

 

 

 

 

 

 

 

 

Größe: ca. 180 cm

Lebensraum:  Feld- und Straßenränder, Ödland, Kulturfolger

Verhalten:   Hauptsächlich tagaktiv, vorwiegend bodenbewohnend, schnelle und aggressive Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und Reptilien, auch andere Schlangen

Haltung:  Trockenterrarium (160x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletteräste und Wetbox bei 22-30°C.  

Überwinterung:  2-3 Monate bei 10-12°C.

Als ehemals zur Gattung der Zonnattern zugehörig sind diese Schlangen sehr schnelle und reaktionsreiche Tiere, die in die Enge getrieben auch leicht reizbar reagieren. Man sollte sie möglichst wenig stören, dann gedeihen sie am besten. Beim Hantieren beißen sie meistens, also sind Handschuhe zu empfehlen. Dieses Männchen ist scheu und sehr temperamentvoll und hat leider sein etwas kleiners Weibchen verspeist, was der Grund für den Verkauf ist. Es sind sehr seltene Tiere in den Terrarien, die aber bei der nötigen Ruhe und Sicherheit im Umgang mit schnellen und aggressiven Arten leicht zu halten ist. Sie frisst ausgesprochen gut und wird nach jeder Häutung ein wenig kontrastreicher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 4. August 2016

Abzugeben im August

Im Monat August werden wieder einige Tiere abgegeben. Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Unzuverlässigkeiten seitens der potentiellen Käufer kam, habe ich mich zu folgender Regelung entschlossen.
Bei ernsthaftem Interesse wird das betreffende Tier für eine Woche reserviert. Während dieser Zeit hat der Käufer die Möglichkeit, eine Anzahlung in Höhe von 50% des Gesamtpreises anzuzahlen. Erfolgt innerhalb dieser Zeit die Anzahlung nicht, wird das Tier an den nächsten Interessenten weitergegeben. Nach Eingang der Anzahlung wird das Tier bis zum vereinbarten Übergabetermin reserviert. Sollte der Käufer zur Übergabe nicht erscheinen oder das Tier doch nicht haben wollen, wird das Tier ebenfalls an den nächsten Interessenten weitergegeben und die erfolgte Anzahlung als Aufwandsentschädigung einbehalten.
Ich bin kein Freund solcher Regelungen, aber um für die Tiere unnötigen Stress zu vermeiden, erscheint es mir notwendig, Vereinbarungen verbindlicher zu gestalten. Ich hoffe, alle ernsthaften Interessenten haben dafür Verständnis und alle, die sich nur die Zeit vertreiben möchten, versuchen es in Zukunft mit Gesellschaftsspielen o.ä.
Für alle Einsteiger in die Schlangenhaltung bin ich natürlich gerne bereit, Informationen zu geben und damit zur richtigen Kaufentscheidung beizutragen.
Alle meine Tiere sind behördlich gemeldet werden natürlich mit den entsprechend benötigten Papieren abgegeben.

Abgabetiere im August 2016 sind:



Rhinechis scalaris (Treppennatter), Herkunft Andalusien, silbergrau 

  NZ 2016...........................................................Stk. 60,00 € 

 

 

Rhinechis scalaris (Treppennatter), Herkunft Menorca, beige 

  NZ 2016...........................................................Stk. 50,00 €

 

 

Größe: 120-150 cm

Lebensraum:  Straßenränder, Ödland, Legesteinmauern, Olivenhaine

Verhalten:  Vornehmlich tagaktiv, bodenbewohnend, scheue, schnelle und aggressive Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Reptilien, Vögel und deren Eier.

Haltung:  Terrarium (130x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 22-30°C.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.  

Treppennattern sind leicht haltbare aber recht ungestüme Schlangen, die man am besten viel in Ruhe lassen sollte. Sie werden in einem recht geräumigen Trockenterrarium gehalten und benötigen ausreichende flache Versteckplätze. Gern graben diese Schlangen im Erdboden. Wer schon etwas Erfahrung mit schnellen und bissigen Arten gesammelt hat, dem werden Treppennattern sicher sehr gefallen. Es sind Tiere mit Charakter.   

 

 

 

Natrix maura (Vipernatter), Herkunft Spanien 

  NZ 2016...........................................................Stk. 25,00 €  

 

 

Größe: 60-80cm

Lebensraum: Verschiedene stehende und langsam fließende Gewässer und deren Ufer.

Verhalten:   Hauptsächlich tagaktiv, bodenbewohnend, friedliche, nicht scheue Art, die wie alle Wassernattern aus ihren Postanaldrüsen bei Bedrohung ein stinkendes Sekret absondert.

Nahrung:  Fische, Amphibien und gelegentlich neugeborene Mäuse.

Haltung:  Terrarium (80x50x50cm) mit größerem Wasserbehältnis, ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 20-28°C.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.  

Vipernattern sind ideale Anfängerschlangen, die durch ihr besonders aktives und zutrauliches Verhalten auffallen. Sie sind einfach zu halten und machen viel Freude.

 

 

 

Elaphe climacophora (Inselkletternatter), Herkunft Iwakuni (Albino)

NZ 2016...........................................................Stk. 160,00 € 

 

Größe:  180-230cm

Lebensraum: Waldränder, landwirtschaftl. Flächen, oft in Gewässernähe.

Verhalten:  Tagaktiv, baum- und bodenbewohnend, relativ friedliche Art. 

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und Amphibien.

Haltung:  Trockenterrarium (130x80x90cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletteräste und Wetbox bei 20-28°C. Hin und wieder sollte gesprüht werden.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.

Inselkletternattern sind leicht haltbare und recht zutrauliche Tiere, die vorwiegend am Tage unterwegs sind und deshalb viele schöne und spannende Beobachtungen garantieren. Hin und wieder legen manche Tiere im Sommer Fresspausen von einigen Wochen ein.

 

 

 

Pituophis melanoleucus (Nördl. Kiefernatter)

NZ 2016...........................................................Stk. 50,00 € 

 

Größe: 180-250cm

Lebensraum:  Kiefernwälder

Verhalten:  Tag- und Dämmerungsaktiv, bodenbewohnend, friedliche, nicht scheue Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und deren Eier.

Haltung:  Terrarium (160x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 22-28°C.  

Überwinterung:  3-4Monate bei 8-10°C. 

Kiefernattern sind friedliche aber dennoch aktive kräftige Tiere, die entsprechenden Platzbedarf haben. Sie sind überhaupt nicht scheu sondern interessieren sich sehr für ihre Umgebung. Eine gute Schlange für den ambitionierten Anfänger.

 

 

 

Hemorrhois hippocrepis (Hufeisennatter), Herkunft Andalusien

NZ 2016...........................................................Stk. 90,00 € 

 

Größe: 150-180cm

Lebensraum:  Legesteinmauern, Feld- und Straßenränder, Ödland

Verhalten:   Hauptsächlich tagaktiv, vorwiegend bodenbewohnend, schnelle und aggressive Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und Reptilien.

Haltung:  Trockenterrarium (140x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletteräste und Wetbox bei 22-30°C.  

Überwinterung:  2-3 Monate bei 10-12°C. Für Tiere aus Nordafrika ca. 6 Wochen bei 15-18°C.

Als ehemals zur Gattung der Zonnattern zugehörig sind Hufeisennattern sehr schnelle und reaktionsreiche Tiere, die in die Enge getrieben auch leicht reizbar reagieren. Man sollte sie möglichst wenig stören, dann gedeihen sie am besten. Beim Hantieren beißen sie meistens, also sind Handschuhe zu empfehlen. Hufeisennattern sind manchmal etwas heikel was die Überwinterung angeht. Deshalb sollten sich nur Terrarianer mit Erfahrung mit dieser Art beschäftigen.

 


 

Dienstag, 26. Juli 2016

Sommerpaarung bei Elaphe dione

Zwei meiner Dionenattern haben sich gestern zum ersten Mal gepaart. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob das Weibchen noch vor dem Winter ein Gelege absetzt oder dies erst zum nächsten Frühjahr tut. Laut Literatur kommen Sommer oder Herbstpaarungen bei E. dione hin und wieder vor. Die Eiablage findet wohl meist erst im darauffolgenden Jahr statt. Ich werde berichten.
Auf dem Bild ist das kleinere Männchen zu sehen. Das Tier, welches sich mit dem gestreiften deutlich größeren Weibchen paart, ist aber das rötliche, das unter dem Stein nur ein wenig zu sehen ist. Die Verdickung an der Schwanzwurzel des Weibchens links unten auf dem Bild zeigt, das der Paarungsversuch erfolgreich ist.




Außerdem ist mein H. viridiflavus Männchen leider zum Witwer geworden. Er hat im Mai das Weibchen, statt es zu paaren, offenbar lieber gefressen. Eine kostspielige und sehr ärgerliche Mahlzeit. Deshalb suche ich nun nach einem passenden Weibchen. Wer also etwas hört, möge sich bitte bei mir melden.
 

Donnerstag, 14. Juli 2016

Abzugeben im Juli

Im Monat Juli werden wieder einige Tiere abgegeben. Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Unzuverlässigkeiten seitens der potentiellen Käufer kam, habe ich mich zu folgender Regelung entschlossen.
Bei ernsthaftem Interesse wird das betreffende Tier für eine Woche reserviert. Während dieser Zeit hat der Käufer die Möglichkeit, eine Anzahlung in Höhe von 50% des Gesamtpreises anzuzahlen. Erfolgt innerhalb dieser Zeit die Anzahlung nicht, wird das Tier an den nächsten Interessenten weitergegeben. Nach Eingang der Anzahlung wird das Tier bis zum vereinbarten Übergabetermin reserviert. Sollte der Käufer zur Übergabe nicht erscheinen oder das Tier doch nicht haben wollen, wird das Tier ebenfalls an den nächsten Interessenten weitergegeben und die erfolgte Anzahlung als Aufwandsentschädigung einbehalten.
Ich bin kein Freund solcher Regelungen, aber um für die Tiere unnötigen Stress zu vermeiden, erscheint es mir notwendig, Vereinbarungen verbindlicher zu gestalten. Ich hoffe, alle ernsthaften Interessenten haben dafür Verständnis und alle, die sich nur die Zeit vertreiben möchten, versuchen es in Zukunft mit Gesellschaftsspielen o.ä.
Für alle Einsteiger in die Schlangenhaltung bin ich natürlich gerne bereit, Informationen zu geben und damit zur richtigen Kaufentscheidung beizutragen.
Alle meine Tiere sind behördlich gemeldet werden natürlich mit den entsprechend benötigten Papieren abgegeben.

Abgabetiere im Juli 2016 sind:


Rhinechis scalaris (Treppennatter), Herkunft Andalusien, silbergrau

1,1 NZ 2010 (adultes Zuchtpaar).....................Paar    280€  verkauft!!!


Rhinechis scalaris (Treppennatter), Herkunft Menorca, beige  

1,1 NZ 2011 (adultes Zuchtpaar).....................Paar 260€   verkauft!!!

 

Größe: 120-150 cm

Lebensraum:  Straßenränder, Ödland, Legesteinmauern, Olivenhaine

Verhalten:  Vornehmlich tagaktiv, bodenbewohnend, scheue, schnelle und aggressive Art.

Nahrung:  Kleinsäuger, Reptilien, Vögel und deren Eier.

Haltung:  Terrarium (130x80x60cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 22-30°C.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.  

Treppennattern sind leicht haltbare aber recht ungestüme Schlangen, die man am besten viel in Ruhe lassen sollte. Sie werden in einem recht geräumigen Trockenterrarium gehalten und benötigen ausreichende flache Versteckplätze. Gern graben diese Schlangen im Erdboden. Wer schon etwas Erfahrung mit schnellen und bissigen Arten gesammelt hat, dem werden Treppennattern sicher sehr gefallen. Es sind Tiere mit Charakter.   

Natrix maura (Vipernatter), Herkunft Spanien

1,1 NZ 2011/2012 (adultes Zuchtpaar), blutsfremd.......Paar 100€  verkauft!!!  

0,0,4 NZ 2016 .......................................................................Stk. 25€     



Größe: 60-80cm

Lebensraum: Verschiedene stehende und langsam fließende Gewässer und deren Ufer.

Verhalten:   Hauptsächlich tagaktiv, bodenbewohnend, friedliche, nicht scheue Art, die wie alle Wassernattern aus ihren Postanaldrüsen bei Bedrohung ein stinkendes Sekret absondert.

Nahrung:  Fische, Amphibien und gelegentlich neugeborene Mäuse.

Haltung:  Terrarium (80x50x50cm) mit größerem Wasserbehältnis, ausreichend Versteckplätzen, Kletterästen und Wetbox bei 20-28°C.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.  

Vipernattern sind ideale Anfängerschlangen, die durch ihr besonders aktives und zutrauliches Verhalten auffallen. Sie sind einfach zu halten und machen viel Freude.

 

 

Elaphe climacophora (Inselkletternatter), Herkunft Kunashir

NZ 2016...........................................................Stk. 70€  verkauft!!! 

Muttertier (nicht verkäuflich)

Größe:  180-230cm

Lebensraum: Waldränder, landwirtschaftl. Flächen, oft in Gewässernähe.

Verhalten:  Tagaktiv, baum- und bodenbewohnend, relativ friedliche Art. 

Nahrung:  Kleinsäuger, Vögel und Amphibien.

Haltung:  Trockenterrarium (130x80x90cm) mit ausreichend Versteckplätzen, Kletteräste und Wetbox bei 20-28°C. Hin und wieder sollte gesprüht werden.  

Überwinterung:  3-4 Monate bei 8-10°C.

Inselkletternattern sind leicht haltbare und recht zutrauliche Tiere, die vorwiegend am Tage unterwegs sind und deshalb viele schöne und spannende Beobachtungen garantieren. Hin und wieder legen manche Tiere im Sommer Fresspausen von einigen Wochen ein.

 

 

 Gelege folgender Arten befinden sich im Inkubator und werden nach dem Schlupf zum Kauf angeboten:

Hemorrhois hippocrepis (Andalusien)

 

Pituophis melanoleucus

Elaphe climacophora (Iwakuni-Albino)

Rhinechis scalaris (Menorca, beige)

Rhinechis scalaris (Andalusien, silbergrau)